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Reverse Charge (Neuregelung ab 01.Oktober 2014) einfach erklärt (§ 13b UStG)!

Ab dem 01. Oktober 2014 gilt eine gesetzliche Neuregelung nach § 13b UStG. Der Ein- und Verkauf bestimmter Metalle ist im sogenannten Reverse-Charge-Verfahren abzurechnen.

Das Reverse-Charge-Verfahren führt zu einer Umkehr der Steuerschuldnerschaft, d.h. nicht der Leistungserbringer ist jetzt Schuldner der Umsatzsteuer, sondern der Leistungsempfänger. Der Leistungserbringer (Lieferant) weist in seiner Rechnung keine Umsatzsteuer aus. Der Leistungsempfänger bucht die Umsätze als Reverse-Charge-Umsätze und meldet die darauf anfallende Umsatzsteuer beim Finanzamt. Sollte der Leistungsempfänger zum Abzug von Vorsteuer berechtigt sein, kann er diese in gleicher Höhe geltend machen und verrechnen.

Im Fall der Metalle kommt der neue Punkt § 13b Abs. 2 Nr. 11 UStG zum Tragen. Hier wird auf Anlage 4 verwiesen, in der die betroffenen Metalle in den entsprechenden Formen über die Zolltarifnummer definiert sind.

Eine genaue Definition, welche Leistungserbringer und -empfänger an dem Verfahren unter welchen Umständen teilnehmen dürfen, ist im Gesetz definiert.
Bitte beachten Sie auch das unten genannte Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 26. September2014 mit weiteren Erläuterungen.

Die finanziellen Folgen, wenn Geschäftsvorfälle falsch deklariert sind, können erheblich sein. Bitte prüfen Sie deshalb zusammen mit Ihrem Steuerberater, ob und wie Ihr Betrieb Reverse-Charge Geschäftsvorfälle zukünftig abwickeln soll.

ALPHAPLAN kann hier nur als Werkzeug dienen und Hilfen bereitstellen. Und denken Sie bitte daran: Der Steuerpflichtige ist dafür zuständig, dass die Steuern ordnungsgemäß deklariert und abgeführt werden.

Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Umkehrung_der_Steuerschuldnerschaft_(Abzugsverfahren), Stand 01.05.2014
Internetseite http://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__13b.html

Publikation des Bundesfinanzministeriums:
http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Umsatzsteuer/Umsatzsteuer-Anwendungserlass/2014-09-26-Steuerschuldnerschaft-Leistungsempfaenger.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Verlängerung der Nichtbeanstandungsregelung bis zum 30. Juni 2015:
http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Umsatzsteuer/Umsatzsteuer-Anwendungserlass/2014-12-05-steuerschulnerschaft-leistungsempfaenger-kroatien-nichtbeanstandungsregelung.html