Kurz knapp Personalgewinnung

DIGITALISIERUNGSRADAR | 7 Faktor 3 kennzeichnet ein Problem: Die Verfügbar - keit von Fachkräften, die für eine systematische und zielgerichtete Digitalisierung benötigt werden. Viele junge Talente werden von großen Firmen oder finanziell gut ausgestatteten StartUps rekru - tiert. Der Mittelstand und KMU haben oft das Nach - sehen auch weil laut einer McKinseyStudie der Mittelstand zwar als Arbeitgeber attraktiv sei, die Unternehmensstandorte oft jedoch weniger. [2] Personalgewinnung Die Aus und Weiterbildung eigener Fachkräfte kann eine Alternative sein. Laut McKinsey sei es dem Mittelstand als wichtigster Säule der Berufs - ausbildung in Deutschland durchaus möglich, die Entwicklung neuer Berufsbilder zu beeinflussen [2]. Auch dieses Feld sollte von KMU deutlich inten - siver bearbeitet werden als bisher, um längerfristig die personelle Absicherung der Digitalisierung zu gewährleisten. Altersgemischte Teams ... haben ihre eigenen Dynamiken. Traditionell waren die Alten den Jungen durch ihre Erfahrungen voraus, die Rollen der Lernenden und ihrer Lehrer waren weitgehend festgelegt. Bei so tiefgreifenden Veränderungen der Technik, der Prozesse und der Geschäftsmodelle verblassen diese Rollenmuster aber zunehmend. Das entstehende Konfliktpo - tential zu erkennen und zu managen, ist eine vorrangige Führungsaufgabe. Altgedien te Mitar - beiter müssen für die Neuerungen gewonnen werden (Faktor 2), auch wenn es den Abschied von bewährten Routinen und manchmal auch die Entwertung fachlichen Wissens bedeutet. Betrieb - liche, technische, wirtschaftliche, soziale, mensch - liche und gruppendynamische Faktoren müssen berücksichtigt werden, was kaum ohne externe Berater für solcherlei ChangeProzesse" gelingen kann. Kurz & knapp: Die Selbstverständlichkeiten der "Digital Natives" nebst daraus erwachsenden Anforderungen an ihr Verantwortungsgebiet im Unternehmen müssen zum Allgemeinwissen der Unterneh - mensverantwortlichen werden. Nicht zu beeinflussende Faktoren (z. B. Standort) müssen durch ein besseres Arbeitsumfeld (auch IT-technisch) im Sinne der jungen Fach- und Führungskräfte ausgeglichen werden. Die Ausbildung eigener Fachkräfte mit hoher Digitalisierungskompetenz ist ein Beitrag zur Absicherung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Wo neue Berufsfelder entste - hen, sollten sich KMU an der praxisnahen Gestaltung der Ausbildungsinhalte beteiligen. Die intensive Weiterbildung vorhandener Fachkräfte vor allem mit Blick auf Änderungen bei Prozessen und Geschäftsmodellen ist eine Voraussetzung für das Team im Unternehmen. Quellen, weiterführende Literatur [1] Stiftung Familienunternehmen: "Deutschlands nächste Unternehmergeneration"; https://www.familienunternehmen.de/media/public/pdf/publikationenstudien/studien/Deutsch - landsnaechsteUnternehmergeneration_Studie_StiftungFamilienunternehmen.pdf [2] McKinsey & Company: "Die Digitalisierung des deutschen Mittelstands"; https://www.digitexx.de/ fileadmin/Magazin/mckinsey_digitalisierung_deutscher_mittelstand.pdf